26.01.2026 bis 02.02.2026
Uns beiden tat es gut, jeweils alleine Zeit verbracht zu haben. Wir beschlossen allerdings, nun wieder gemeinsam weiterzureisen und neue Länder und Leute kennen zu lernen. Wir wollten versuchen häufiger unabhängig voneinander einzelne Unternehmungen zu machen und zu sehen wie sich das anfühlte.
In unserer Herberge in Dubrovnik checkten wir nach einem phänomenalen Sandwich-Frühstück um Punkt zehn Uhr aus und machten uns nach einem kurzen Einkauf auf den Weg zur nächsten Trampstelle. Wir wollten nun weiter Richtung Montenegro und Albanien reisen. Tatsächlich wurden wir an diesem Tag mit einem Direktlift über fünf Stunden durch Montenegro nach Albanien gefahren. Leider haben wir damit Montenegro quasi übersprungen und konnten nur sehr wenige Eindrücke von dem Land aufnehmen. Was sich über Montenegro aber sagen lässt, ist, dass die Straßen gefühlt aus einer einzigen, riesigen Baustelle bestehen und die Umleitungen der Schnellstraßen häufig sehr abenteuerliche Schotterpisten voll mit Schlaglöchern und Bodenwellen sind. Wir machten auf dem Weg noch einen Zwischenstopp bei dem besten Byrek des gesamten Albanienaufenthalts, ironischerweise noch in Montenegro.

Unser aus dem Kosovo stammender albanischer Lift mit Schweizer Kennzeichen kannte die wirklich guten Spots, da er die Strecke zwischen Zürich und dem Kosovo regelmäßig pendelt. Er war ein sehr spannender Charakter auf der Reise. Unsere Gespräche drehten sich immer wieder um Geld und Lebenszufriedenheit. Diese beiden Themen bewegten den, sich selbst als Kosovo-Albaner bezeichnenden, offensichtlich am stärksten und machte Nani mal wieder bewusst, wie absurd diese Jagd nach Glück ist, wenn man es versucht in Geld und Eigentum für die Familie zu manifestieren. Diese Art der Begegnungen sind der Grund, wieso Nani so gern per Anhalter reist. Die Impuse und der losgelöste Austausch von allem Alltäglichen über das alltägliche Leben berührt nachhaltig.
Im Dunkeln in Albanien angekommen suchten wir uns flott einen Schlafplatz. Nani war durch die Warnungen des Autofahrers über die Mentalität der Menschen hier verunsichert und die Gegend trug nicht besonders zum Sicherheitsgefühl bei, waren doch die ersten Leute, die wir abseits der Straßenbeleuchtung trafen, gerade dabei Drogen zu dealen. Auf schnellstem Wege schlugen ods und Nani sich in die Büsche und fanden glücklicherweise einen guten Schlafplatz etwas abseits der Siedlung am Rande eines Wäldchens. An unserem Schlafplatz wurden wir den Abend nur von einer Gruppe Tieren gestört, die wir nicht sehen, dafür aber jaulen hören konnten. Wir vermuteten, dass es Schakale sein könnten, doch sie hielten die ganze Nacht über respektvollen Abstand von uns. Am folgenden Morgen starteten wir aus Milot Richtung Vlora. Wir kamen ganz gut voran und hatten die ersten wirklich netten Begegnungen mit den Menschen in Albanien. Nani konnte zum Glück ihre abendliche Angst und ihre Vorurteile abschütteln! In Vlora gingen wir unserem Ritual des Ankommen und Kaffeetrinkens nach und stellten dabei fest, wie absurd günstig Essen, Unterkunft und Leben aus deutscher Perspektive hier ist. Wir buchten uns deshalb kurzerhand in ein Apartment ein und ersparten uns die Suche nach einem Schlafplatz in einer recht großen Stadt. Das ist erfahrungsgemäß immer sehr nervenaufreibend und meist auch nur mäßig zufriedenstellend. Verwirrt irrten wir also durch die Straßen von Vlora auf der Suche nach der Adresse unserer Unterkunft, als uns ein nettes älteres Paar auf englisch ansprach und fragte, ob wir Hilfe bräuchten. Tatsächlich waren wir etwas verloren und ohne umschweife rief der albanisch sprechende Mann unsere Hostin an und machte einen Treffpunkt aus, an dem sie uns abholen würde. Seine Begleitung erzählte, wie schwer es auch ihr falle hier Adressen zu finden, insbesondere wenn man die Landessprache nicht beherrscht. Sie selbst kam aus Russland und war aufgrund des Krieges seit ein paar Jahren in Vlora. Gerührt von der unkomplizierten Hilfsbereitschaft gingen wir zum ausgemachten Treffpunkt und wurden kurz danach abgeholt. Wir hätten die Adresse alleine wohl niemals gefunden, auch da unsere Hostin kaum englisch sprach. Wir checkten beseelt ein, kochten unser Abendessen und Nani machte ihre abendliche Runde Yoga, bevor wir glücklich und erschöpft ins Bett fielen. Am kommenden Tag wollten wir früh aufstehen um möglichst schnell weiter zu kommen. Der Wetterbericht sagte die nächste heftige Regenfront voraus, die dann auch einen gesamten Tag anhalten sollte. Unser Ziel war es also möglichst schnell in den Süden Albaniens zu gelangen. Viel zu früh standen wir am folgenden Morgen auf, nur um mal wieder von den Trampergöttern ausgelacht zu werden. Den gesamten Morgen standen wir an einer Stelle und kamen nicht voran. Erst gegen 10 Uhr nahm uns jemand mit aus der Stadt und wir sollten es mit unserem Lift auch nur bis Himara schaffen. Dafür war unsere Mitfahrgelegenheit ein wirklich lieber Mann der extra für uns die schönere Route über den Bergpass nahm. Nani hatte gelesen, dass diese Route einen grandiosen Ausblick versprach, doch war sie zuvor wenig zuversichtlich gewesen, jemanden zu finden, der diese Route nehmen würde, denn vor zwei Jahren wurde ein wesentlich schnellerer und komfortablerer Tunnel gebaut, welcher nun die Hauptverkehrsverbindung darstellte. Glücklich über das Angebot nahmen wir es begeistert an und konnten die Landschaft Albaniens ein weiteres Mal bestaunen. Der Fahrer hielt am besten Aussichtspunkt extra für uns an, damit wir die Aussicht genießen konnten.

Himara war ein kleines sehr touristisch geprägtes Küstenörtchen, dennoch war es wunderschön. Wir fanden bis zum Mittag keinen weiteren Lift und entschieden den Tag, Tag sein zu lassen, eine Brotzeit unter dem schützenden Vordach eines nicht geöffneten Cafés zu machen und buchten uns für die kommenden zwei Nächte in ein Airbnb ein, denn es hatte wie angekündigt angefangen zu regnen, was sich den folgenden Tag auch genauso durchzog. Nani beschloss trotz des Regens ein wenig die Gegend zu erkunden. Das kleine Apartment gepaart mit der doch immer wieder angespannten Stimmung zwischen uns motivierte Nani für einen Spaziergang und sie passte zufällig eine zweistündige Regenpause ab. Sie beschloss einem Wanderweg zum nächsten Strand zu folgen. Dieser führte an einem Campingplatz vorbei, wo Sie von zwei süßen Hunden begrüßt wurde. Die beiden beschlossen Nani zu begleiten und schienen den Weg gut zu kennen. Begeistert von der unerwarteten Begleitung schaffte Nani den teilweise doch sehr rudimentären Weg zum Livadi-Beach und brachte die beiden Fellnassen im Anschluss auch wieder nachhause. Diese liebevolle Begegnung beschwingte Nani noch für den restlichen Tag.




Ods machten sich gegen frühen Abend auch nochmal auf zum Bäcker während Nani ihre Schulfreundin anrief. Es gestaltete sich überraschend schwierig, einen Bäcker zu finden, der abends noch Brot hatte. Der erste Bäcker hatte bereits geschlossen und der zweite hatte kein Brot mehr, so dass ods nur mit einem Byrek zurück kam. Der Abend plätscherte so dahin und am kommenden Morgen verließen wir nach diesmal erfolgreichem Bäckergang und Frühstück unsere Unterkunft um es ein weiteres Mal und bei nun wieder gutem Wetter mit dem Trampen zu versuchen.
Wir wurden erfolgreich mitgenommen und erlebten unsere erste Tramperfahrung, die uns zunächst doch etwas Bauchschmerzen bereitete. Zwei Männer hielten für uns und in üblicher Manier erklärten wir wo wir hinwollten. Die beiden fuhren dort hin, verlangten dann aber 10 Euro von uns für die Fahrt. Nani reagiert auf solche Angebote immer sehr ablehnend. Ihrer Auffassung nach stellten wir eine sehr klare Frage nach Hilfsbereitschaft. Es ist vollkommen in Ordnung diese nicht leisten zu wollen, aber sich an der Frage nach Hilfe bereichern zu wollen, widerstrebt Nani ungemein. Diesen Idealismus in einem deutlich ärmeren Land wie Albanien auszuleben ist durchaus diskutabel, dass ist uns bewusst. Der Konflikt, auf Kosten anderer zu reisen, während die eigene finanzielle Situation deutlich über dem Durchschnitt der Landesbevölkerung liegt, ist ein andauerndes Thema für Nani und wird in solchen Situationen deutlich hervorgehoben. Während Nani also bereits das Angebot ablehnen wollte, bot der Fahrer dann doch an uns kostenlos mitzunehmen. Nani traute dem Ganzen jedoch nicht und musterte den Mann verunsichert. Sie wollte auf gar keinen Fall in einen Konflikt geraten, wenn wir in Saranda ankämen und der Fahrer doch eine Entschädigung für seine Hilfe verlangte. So eine Begegnung war bereits einmal auf einer früheren Reise in Kanada vorgekommen und hatte einen bitteren Beigeschmack hinterlassen, als der Fahrer uns mitten auf der Autobahn rausschmiss, nachdem wir klargemacht hatten auf keinen Fall Geld bezahlen zu wollen. Ods schätzte die Situation jedoch etwas anders ein. Der Fahrer sah uns wohl als reiche Touristen an und versuchte an uns Geld zu verdienen, was aus albanischer Sicht absolut nachvollziehbar war. Als wir jedoch sagten, wir wollten nicht gegen Geld mitgenommen werden, zeigte er sich dennoch freundlich und hilfsbereit und wollte uns trotzdem mitnehmen. So stiegen wir ein. Sie fuhren wie vereinbart nach Saranda und verabschiedeten uns ohne noch einmal nach Geld zu fragen. Wir verbrachten die Fahrt allerdings mit der innerlichen Vorbereitung auf den möglichen Konflikt und stiegen entsprechend angespannt aus. Wir verbuchten diese Begegnung als kulturclash. Die beiden Männer erzählten uns ein wenig von der muslimischen Kultur, aus der sie kamen und die hier vorherrschende Verhandlungskultur ist insbesondere Nani einfach nicht geläufig. Gleichzeitig ist die Kultur durch Gastfreundschaft und tief verwurzelte Hilfsbereitschaft geprägt, die wir hier offensichtlich erfuhren. An diese Mischung musste zumindest Nani sich erst noch gewöhnen.
Unser Tagesziel hatten wir allerdings noch nicht erreicht. Von Saranda aus war es nur noch ein Katzensprung nach Butrint, einer besonders bekannten Sehenswürdigkeit in Albanien, die wir als heutiges Tagesziel rausgesucht hatten. Nani wollte hier unbedingt hin und hatte gelesen, dass es einen wirklich günstigen Bus gäbe. Der Fahrplan war online allerdings nicht auffindbar und es gab verschiedene Angaben zur Häufigkeit der Fahrten außerhalb der Saison. Wir stiefelten also auf gut Glück zu einer der Bushaltestellen und warteten eine Weile, jedoch ohne Erfolg. Letztlich liefen wir Richtung Ortsausgang um doch zu trampen und stellten unterwegs fest, wieso kein Bus an dieser Haltestelle hielt. Die Straße war aufgrund von Bauarbeiten komplett gesperrt und der Bus nahm eine andere Route als gewöhnlich, was allerdings nirgendwo angegeben war. Wir fanden glücklicherweise noch ein Auto mit zwei liebenswürdigen Frauen, die uns direkt nach Butrint nahmen. Dort angekommen fanden wir den bisher wohl coolsten Schafplatz unserer Reise: eine Burg auf der anderen Seite des Flusses sollte unser Nachtlager werden! Dort kamen wir mit einer kleinen, klapprigen Seilzugfähre hinüber. In der Burg wurden wir abends erfolgreich unentdeckt eingeschlossen und verbrachten die Nacht sicher vor Regen und ungewolltem Besuch in der Burg.





Am folgenden Morgen frühstückten wir entspannt auf der Burgmauer, als ein Sicherheitsmann das Tor wieder aufschloss. Er war sichtlich verwirrt über unsere Anwesenheit und schaute uns fragend an. Er schien selbst nicht genau zu wissen wie er mit der Situation umzugehen hat, sodass wir uns schnell vom Hof machten und uns auf dem Weg nach draußen noch bei ihm dafür bedankten, dass er das Tor wieder aufgemacht hatte. Belustigt von der Situation gingen wir zurück zur Fähre, um uns die archäologischen Ruinen der alten Stadt Butrint anzusehen! Doch die Seilfähre hatte einen kleinen Defekt und mehrere Männer arbeiteten gerade daran. Die verlängerte Wartezeit nutzten wir, um die hiesigen Hunde mit drei sehr niedlichen Welpen zu streicheln. Die Ruinen von Butrinit waren eine beeindruckende Sehenswürdigkeit und wir verbrachten den gesamten Vormittag und Mittag dort ehe wir uns auf den Weg ins Landesinnere Richtung griechische Grenze machten.
Eine französische Familie, die zeitgleich mit uns die Ruinen besichtige, sammelte uns auf dem Parkplatz kurzerhand ein und brachte uns zurück nach Ksamil, dem nahegelegenen Küstenort. Von dort nahmen wir dann doch den Bus zurück nach Saranda. Hier versuchte Nani endlich ihre kleine Aufgabe für jedes Land zu erfüllen, durch das sie reiste: Eine Postkarte finden und nach Hause schicken! Das war in Albanien doch tatsächlich bisher nicht so leicht gewesen. Nani wurde fündig und schrieb die obligatorische Karte.
Es wurde spät und wir mussten, gegen die einbrechende Dunkelheit laufend, noch schnell einen Lift zum sogenannten „Blauen Auge“ finden! Dieses Naturspektakel war eine wunderschöne, natürliche Quelle, welche aus einem mindestens 50 m tiefer Loch entspringt. Sie lag etwas abseits, aber dennoch quasi auf dem Weg Richtung Griechenland und wir hofften dort in der Nebensaison einen ungestörten und geschützten Schlafplatz zu finden. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit nahm uns tatsächlich ein Auto mit und dazu war die Fahrerin auch noch aus Kassel, Deutschland, und riet uns, auf jeden Fall einen Abstecher nach Gjirokaster zu machen. Sie empfahl uns ins Hotel Fantasy einzuchecken und in der Altstadt einen Mokka zu trinken. Wir wollten ihrer Empfehlung gerne folgen, hatten wir doch bereits vorher überlegt, den Ort anzusteuern, auch wenn er nicht direkt auf dem Weg nach Griechenland lag. So nahmen wir uns vor, den kleine Abstecher am nächsten Tag zu machen. Die Kasselerin setzte uns am Parkplatz des Blauen Auges ab. Als wir kurz etwas orientierungslos nach dem richtigen Weg suchten, wies uns ein uniformierter Ranger die Richtung und wir wanderten das kurze Stück den See entlang. Dort angekommen fanden wir einen perfekt vor Regen geschützten Schlafplatz unter dem Vordach eines im Winter geschlossenen Cafés und hatten sogleich gute Gesellschaft durch die örtliche Katze, die wir Flecki tauften. Sie schlief diese Nacht tatsächlich mit uns zuerst auf uns und später zwischen uns unter der Kohtenbahn und wich uns, bis wir am nächsten Tag aufbrachen, auch nicht mehr von der Seite.

Die Nacht über war ein heftiger Sturm über uns hereingebrochen, aber wir waren sicher und wurden gegen kurz nach Sechs von einem Auto geweckt, das direkt vor dem Café anhielt. Der Fahrer wollte nach dem Rechten sehen und entdeckte uns auf der Veranda. Zum Glück winkte er ab und machte uns deutlich, dass alles okay sei und wir bleiben durften. Nun inoffiziell sogar als Schlafplatz genehmigt, frühstückten wir noch in Ruhe, bevor wir uns zur Quelle aufmachten, um diese bei Tageslicht zu bestaunen. Wir machten eine kleine Wanderung um den See und Nani bestimmte gefundenes Moos! Bei der Wanderung gelangten wir auch zu einem Kassenhäusschen, wo ein Wärter Eintritt von uns verlangte, was uns sehr verwirrte, denn sowohl der Ranger vom Vorabend auch auch der Cafébesitzer nahmen unsere Anwesenheit sehr entspannt zur Kenntnis.


Gegen Mittag standen wir an der wirklich wenig befahrenden Straße und hatten zunächst kein Trampglück. Doch plötzlich war aus der Ferne ein Camper auszumachen und Nani erkannte das Auto sofort: Es war die französische Familie, die uns bereits in Butrint aufsammelte und nun auf dem Weg nach Griechenland war. Schon bei unserer ersten kurzen Begegnung erzählten Sie, in den kommende Tagen über die Grenze zu wollen und wir hatten gewettet sie bestimmt noch einmal zu treffen. Sie retteten uns also ein zweites Mal aus unserer etwas vereinsamten Lage und brachten uns a die Hautspraße Richtung Gjirokaster. Dort gelangten wir dann recht schnell mit zwei weiteren Lifts in den Ortskern und liefen schnurstracks zum Hotel Fantasy wo wir den Abend zuvor ein Zimmer gebucht hatten. Die Preise waren erstaunlich erschwinglich und das Frühstück des Hotels wurde im Internet in den höchsten Tönen gelobt und war bereits im Preis inbegriffen. Von dem wirklich guten Angebot verleitet, gönnten wir uns den Luxus und wurden nicht enttäuscht! Es ist immer eine Umstellung, von der Straße und dem Wald, in dem wir zuletzt schliefen, plötzlich in einem schicken Hotel anzukommen und wir fühlten uns auch diesmal mit unseren nicht ganz sauberen Rucksäcken und nach Natur riechend etwas fehl am Platze. Doch das Hotel war wunderschön, das Zimmer ein Traum und die Aussicht über die Stadt beeindruckend. Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem sehr guten Restaurant mit entspannt-hippiesker Musik, verbrachte Nani den Abend im Videocall und ods testete die Hotelbar, die allerdings sehr verlassen war.
Das Frühstück war wie beschrieben ein Traum! Vollkommen vollgefuttert packten wir unsere Rucksäcke und durften sie auch noch für den Tag im Hotel deponieren, um die Stadt zu erkunden. Gemeinsam besuchten wir die Festung von Gjirokaster und verbrachten unseren Tag dann getrennt voneinander. Nani musste ihre Schuhe reparieren lassen und hatte mehr Lust sich in einem gemütlichen Café mit ihrem Buch und ein paar weiteren Postkarten niederzulassen, während Ods die Ortschaft weiter erkundete und die steilen Straßen der Stadt rauf und runter ging. Glücklicherweise fand Nani tatsächlich die albanische Variante eines Schuh- und Schlüsselmachers und bekam hier in unter einer Stunde und für nur umgerechnet 5 Euro ihre Schuhe perfekt zurück. Glücklich und zufrieden mit dem schönen Tag trafen wir uns gegen 14 Uhr am Hotel wieder, tranken gemeinsam noch ein Heißgetränk und machten uns im Anschluss auf die Suche nach einem Schlafplatz am Stadtrand. Auf dem Weg aus der Stadt beschlossen wir allerdings doch noch zu trampen, da die vorher von Ferne rausgesuchten Schlafplatze bei näherer Betrachtung nicht besonders verheißungsvoll aussahen, und wurden prompt nicht nur aus der Ortschaft, sondern bis zum albanischen Grenzübergang gefahren! Wir erreichten an dem Abend also tatsächlich noch griechischen Boden und schlugen unser Lager kurz hinter der Grenze auf einer Wiese auf.


kulturerfahrener und ausgeschlafen – Nani und ods

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